Steckbrief Perser – Katze

Die Perserkatze

Herkunft

Die Perserkatze gilt als bekannteste und beliebteste Rassekatze weltweit. Es wurde lange Zeit angenommen, dass die Perserkatze aus dem asiatischen Raum kam. Durch Genuntersuchungen wurde aber mittlerweile ihre Verwandtschaft zur russischen Langhaarkatze nachgewiesen. Sie gehört zu den sehr alten Rassen und durch ihr langes Fell wurde sie sehr geschätzt.

Anfang des 17. Jahrhunderts kamen die ersten Perserkatzen nach Europa. Die Katzenart war jedoch noch nicht so gedrungen und sie hatte auch noch keinen abgeflachten Kopf und noch keine kurze Nase. Sie war das Statussymbol der Reichen und Mächtigen. Auch die türkische Angorakatze war zu dieser Zeit sehr beliebt und die Perserkatze musste Ihren Status mit ihr teilen. Obwohl die Perserkatze vom Typ her eher noch der Angorakatze glich, hatte sie mit der Definition Angorakatze, die allgemein für langhaarige Katzen verwendet wurde, nichts zu tun.

Die ersten Perserkatzen sind mit den heutigen nicht mehr zu vergleichen. Über die Jahre hinweg veränderte sich ihr Aussehen zusehends. Sie wurde kleiner und kurzbeiniger, das Fell wurde immer länger und üppiger und sie bekam immer mehr Unterwolle. Der Kopf wurde rundlicher und flacher und die Nase immer kürzer. Dies geschah sehr zum Nachteil der Katze, weil sich dadurch sehr viele gesundheitliche Probleme einstellten.

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Anfang des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Rasse der Perserkatze durch die Gründung der ersten Zuchtvereine in USA und Europa immer mehr. Es kam zur Massenzucht und es wurden verschiedene Rassestandards festgelegt. In vielen Tierschutzvereinen wird heute die extreme Züchtung der Perserkatze für deren gesundheitliche Probleme verantwortlich gemacht. In den letzten Jahren hat durch verantwortungsvolle Züchter ein hoffnungsvoller Trend eingesetzt. Es wird wieder Wert darauf gelegt, gesunde Perserkatzen zu züchten.

Charakter und Haltung

Die Perserkatze ist eine prachtvolle und attraktive Vertreterin ihrer Zunft und eine echte Schmusekatze. Sie gilt als ruhig und ausgeglichen, sanftmütig und anschmiegsam. Sie ist intelligent, zurückhaltend und hat einen zuverlässigen Charakter. Hinter ihrer friedlichen Erscheinung steckt aber auch ein kleiner Dickkopf, der es versteht, sich auf liebenswerte und unaufdringliche Weise durchzusetzen.

Ihre Kuscheleinheiten fordert sie sanft und nachdrücklich ein. Eine Bezugsperson sucht sie sich gerne selbst aus. Ihr gegenüber ist sie dann ihr Leben lang treu und anhänglich. In jungen Jahren ist sie sehr verspielt und mit zunehmendem Alter lässt ihre Aktivität mehr und mehr nach. Auch ihr gedrungener Körperbau steht ihrer Spielfreude vielfach im Wege. Trotzdem ist es wichtig, dass auch bei dieser Katze das notwendige Drum und Dran wie Kratzbaum und Klettermöglichkeit zur Verfügung steht. Meistens jedoch zieht sie es vor, einfach gemütlich an einem ungestörten bequemen Fensterplatz zu verweilen.

Da sie nur einen mäßig ausgeprägten Freiheitsdrang hat, kann man sie problemlos als reine Wohnungskatze halten. Durch ihre friedvolle Art lässt sie sich auch leicht an Hunde und andere Haustiere gewöhnen. Wie alle Katzen ist sie nicht gerne alleine und genießt die Gesellschaft einer Zweitkatze. Sie ist eine gute Familienkatze und verträgt sich bestens mit rücksichtsvollen Kindern. Fremden Menschen gegenüber ist sie aber eher skeptisch.

Aussehen und Pflege

Die Perserkatze ist eine große bis mittelgroße, stämmige Katze mit gedrungenem Körperbau. Sie hat kurze Beine und eine massive Brust- und Schulterpartie. Das Fell ist lang und dicht, sehr fein und seidig. Unter dem dichten Deckhaar ist eine dicke Unterwolle. An Fellfarbe und Zeichnungen ist alles erlaubt. Es gibt 100 verschiedene Farbtöne. Das Fell einer einfarbigen Perserkatze sollte keinerlei Schattierungen haben. Es gibt verschiedene Farbvarianten. Eine bekannte ist die Colourpoint, eine Züchtung zwischen Perser- und Siamkatze.

Das Fell der Perserkatze erfordert eine tägliche aufwendige Pflege, um unschöne Verfilzungen vorzubeugen. Eine Woche ohne Pflege und das Fell verfilzt und verknotet, sodass manchmal nichts mehr anderes übrig bleibt, als die Knötchen rauszuschneiden oder das Fell zu scheren.

Sie hat einen kurzen buschigen Schwanz, der an der Spitze abgerundet ist und eine Löwenmähne. Die Pfoten sind groß und rund und haben Haarbüschel zwischen den Zehen. Der Kopf ist rund mit vollen Wangen und einem kräftigen Kinn. Durch die Nase unterscheidet sich die Perserkatze in zwei Arten. Die „Ultra“ mit einer extrem kurzen und erhobenen Stupsnase (die Spitze der Nase verläuft auf der Linie der Unterlider) und die „klassische“ Perserkatze mit einer längeren leichten Stupsnase. Die „Ultra“ wird eher in USA und die „klassische“ eher in Europa gezüchtet.

Eine Extremzucht ist die amerikanische Peke-face, die eine große Ähnlichkeit zu der Hunderasse der Pekinesen aufweist. Durch die Zucht der kurzen Nase, leidet die Perser oft an tränenden Augen, Problemen im Nasen- und Rachenbereich, Atemproblemen und Schwierigkeiten bei der Nahrungsaufnahme. Die Extremzucht verstößt gegen das deutsche Tierschutzgesetz. Die Augen sind rund und stehen weit auseinander. Die Augenfarbe ist hellblau, kupfer, orange bis grün. Die Augenfarbe sollte zur Fellfarbe passen. Durch das flache Gesicht verstopfen die Tränenkanäle der Augen. Deshalb brauchen sie eine regelmäßige Reinigung mit speziellen Tüchern und Augentropfen. Die Ohren sind klein und nach vorne geneigt und möglichst tief angesetzt. Die leise Stimme klingt angenehm und zart.

Körperbau: mittelgroß bis groß, stämmig und gedrungen, runde Pfoten

Gewicht: Kater: ca. 5,5 bis 7 kg, Katzen 4 bis 6 kg

Alter: Lebenserwartung 13 bis 18 Jahre

Herkunft: Russland

Kosten: 400 bis 800 Euro

Autor: Bianka Gistel

Bildquellen

  • Weies Ktzchen: #103571143 | © DoraZett - Fotolia.com

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