Steckbrief Heilige Birma – Katze

Heilige Birma Katze

Herkunft

Die Birmakatze wurde in Frankreich im frühen 20. Jahrhundert gezüchtet. Ab 1950 verbreitete sie sich in Europa und USA und wurde als eigene Rasse international anerkannt.

Die Birmakatze wird auch die Heilige Birma oder einfach nur Birma genannt. Sie gehört zu den schönsten Rassekatzen. Nicht mit der Burma-Katze zu verwechseln. Sie ist eine eigene Rasse.
Warum sie als heilig bezeichnet wird, beruht auf einer alten Legende über eine Tempelkatze aus Birma. Der Hohepriester Mun-Ha aus Birma widmete sein Leben der Göttin der Seelenwanderung. Die Göttin hatte saphierblaue Augen. Nach einem Angriff auf den Tempel starb der Priester und seine Katze legte sich auf den Kopf des Abtes und blickte auf die Göttin. In diesem Moment ging die Seele des Abtes auf die Katze über. Seitdem hat die Katze saphierblaue Augen und die Gabe, den Kreislauf der Wiedergeburt zu durchbrechen. Sie dient als Seelenretterin und Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Deshalb gilt sie als heilig.

Aber auch wegen ihrem anmutigen und himmlischen Aussehens sowie ihrem einzigartigen sanftmütigen Charakter bezaubert sie viele Katzenliebhaber.

Charakter und Haltung

Werbung

Die Birma ist sehr ruhig, ausgeglichen, verschmust und für Katzenverhältnisse sehr anhänglich. Sie ist sanftmütig, sozial, zutraulich, kinderfreundlich und menschenbezogen. Sie läuft manchen Besitzern hinterher wie ein Hund. Sie ist die ideale Katze für Familien mit Kindern. Dennoch bevorzugt sie die Gesellschaft von Artgenossen, weshalb sie sehr glücklich ist, wenn eine weitere oder noch mehrere Katzen im Haus sind. Dabei ist es egal, ob es sich um eine Rassekatze handelt. Das Alleinsein mag sie sowieso nicht. Aus diesem Grunde sollte sie nicht als Einzelkatze gehalten werden. Mit anderen Haustieren kann sie durch ihre sanftmütige Art gut auskommen. Natürlich ist sie, wie viele andere Katzen auch, vorzugsweise nachtaktiv, sehr neugierig, verspielt und zu allerlei Streichen aufgelegt. Sie ist intelligent und lernt schnell wie man Türen öffnet. Sie kann aus dem Stand zwei Meter hoch springen. Sie freut sich, wenn ihr Besitzer sich genügend Zeit zum Spielen mit ihr nimmt. Sie kann als reine Wohnungskatze gehalten werden. Als Wohnungskatze braucht sie ausreichend Klettermöglichkeiten, Kratzbaum, Spielzeuge und ein sauberes Katzenklo.

Aussehen

Im Aussehen ähnelt die Heilige Birma einer Mischung aus Siam- und Perserkatze. Sie zählt zu den Halblanghaarkatzen. Sie hat ein wunderschönes halblanges weiches Fell und keine Unterwolle, das nicht verfilzt. Sie verliert nicht mehr Haare als andere Katzen. Ihr halblanges Fell sollte aber trotzdem regelmäßig gebürstet werden. Sie ist ein Teilalbino. Charakteristisch ist ihre Point-Zeichnung (dunkle Abzeichnung an mehreren Körperstellen) an Ohren, Schnauze und Schwanz. Die Farbe aller vier Pfoten ist weiß. Sie bezeichnet man als Handschuhe. Sie hat eine mittelere Größe bis 50 cm und einen starken Knochenbau. Sie wiegt 3 – 6 kg. Ihre Augen sind rundlich und leuchtend saphierblau. Sie wird 10 – 20 Jahre alt. Sie ist ein Fleischfresser. Ihre natürlichen Feinde sind Marder und Fuchs.
Im Alter neigt sie durch nachlassendem Bewegungsdrang leicht zu Übergewicht, weshalb die Ernährung dementsprechend angepasst werden soll.

Kosten

Es gibt einen Rassestandard mit genauen Vorschriften. Da eine korrekt gezeichnete Birma-Katze eine Rarität ist, kostet sie auch recht viel. Doch auch Birma-Katzen je nach Stammbaum und Züchter mit einer nicht so korrekten Zeichnung kosten trotzdem noch zwischen 200 und 800 Euro.

Autor: Bianka Gistel

Bildquellen

  • Katze im Kratzbaum: #129460631 | © abr68 - Fotolia.com

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.