Ohrentzündung – Ohrinfektion bei der Katze

Die Ohrentzündung bei der Katze

Für Katzen ist das Ohr ein lebenswichtiges Sinnesorgan. Der Gehörsinn befähigt sie zur auditiven Wahrnehmung ihrer Umwelt und ermöglicht es ihr, das Gleichgewicht zu halten. Der Gehörsinn der Katze ist zum Aufspüren von Beutetieren sehr wichtig. Eine Katze kann sogar noch im Ultraschallbereich hören, was sie befähigt, eine Maus unter der Erde aufzuspüren.

Durch die Beweglichkeit ihrer Ohrmuscheln kann sie die räumliche Position eines Tones genau bestimmen. Sie kann hohe Töne besser wahrnehmen als Hunde. Probleme mit den Ohren wirken sich auf ihr gesamtes Verhalten aus. Deshalb ist es wichtig, auf einen gesunden Zustand ihrer Ohren zu achten.

Ohrentzündungen bei der Katze werden häufig unterschätzt.

Wie äußert sich bei der Katze eine Ohrentzündung – Ohrinfektion?

Eine Katze zeigt relativ eindeutig, wenn etwas mit ihren Ohren nicht stimmt. Die
Verhaltensweisen, die auf eine Ohrentzündung hindeuten, können folgendermaßen
sein:

  • vermehrtes Kopfschütteln oder Ohrenschütteln
  • Ohrenreiben an Gegenständen
  • Kopfschiefhaltung
  • rhythmische Augenbewegungen
  • Kreisbewegung der Katze
  • Verschlechterung der Gehörfunktion
  • vermehrtes Kratzen der Ohren (blutige Krusten oder Kratzspuren auf den Ohren und in der Ohrmuschel)
  • Ohrmuschel ist schmutzig – schmieriger brauner Belag
  • unangenehmer Geruch des entzündeten Ohres evtl. mit Absonderung von
    Sekret
  • Rötung, Jucken
  • Ohren fühlen sich heiß an
  • Brummeln und Stöhnen bei Berührung
  • Schmerzen und Jammern bei Berührung

Ursachen einer Ohrentzündung/Ohrinfektion und Empfehlungen

Ohrmilben

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sind eine der häufigsten Ursachen für Ohrinfektionen. Meist ist der Befall an beiden Ohren. In der Ohrmuschelinnenseite und dem äußeren Gehörgang bildet sich ein bräunlich krümeliges Sekret, das durch die vermehrte Bildung von Ohrenschmalz und Absonderungen als Reaktion auf den Speichel von Milben entsteht und zu harten schuppigen Krusten eintrocknet. Die Infektion kann sich auch auf die umliegende Haut ausbreiten und dort zu schuppigen borkigen Veränderungen führen.

Eine Ansteckung durch Milbenbefall bei anderen im Haushalt lebenden Tieren ist möglich und kann durch schnelle Diagnose und Behandlung des befallenen Tieres vorgebeugt werden. Eine mikroskopische Untersuchung eines Abstriches durch den Tierarzt kann die Milbenart feststellen und man erhält eine gesicherte Diagnose.

Hefepilze (Sekret eher eitrig-gelb)

Ein geschwächtes Immunsystem führt zur übermäßigen Vermehrung von Hefepilzen. Am stechend und muffigen Geruch kann man meist schon feststellen, ob eine Hefepilzinfektion vorliegt. Die Diagnose kann durch einen Abstrich erstellt werden. Sind die Ohren infiziert, müssen sie gereinigt werden. Hier gibt es Desinfektionslösungen von der Apotheke oder vom Tierarzt.

Eine Futtermittelallergie

kann neben anderen Symptomen auch Juckreiz an den Ohren oder immer wiederkehrende Ohrentzündungen auslösen. Durch allergiebedingten Juckreiz kann sich die Haut sekundär mit Bakterien oder Parasiten infizieren. Bei einer Futtermittelallergie sollte unbedingt nach den Ursachen gesucht werden.

Eine Erkrankung der Atemwege,

die sich auf das Ohr auswirkt, kann der Tierarzt durch eine Röntgenaufnahme oder Computertomographie des Schädels erkennen und Aufschluss über den Ursprung der Symptome geben.

Wucherungen oder Tumore

sollten immer vom Tierarzt untersucht werden. Sie können meist relativ schnell entdeckt und frühzeitig behandelt werden.

Bei einem Fremdkörper

im Ohr soll dieser im Verdachtsfall immer vom Tierarzt entfernt werden.

Behandlung

Wie bereits gesagt, bei allen Ohrentzündungen sollte immer ein Tierarzt zu Rate gezogen werden. Er kann die Ohrentzündung rechtzeitig behandeln, um Folgeschäden zu verhindern.

Nicht immer sind alle Bereiche des Ohres entzündet. Aber es können sich Ohrentzündungen vom Außenohr auf das Mittel- und Innenohr ausweiten. Meist tritt eine Infektion spontan auf. Sie kann aber auch chronisch werden.

Der Abstrich des Ohrenschmalzes wird mikroskopisch untersucht. Die darauffolgende Behandlung wird meist medikamentös durchgeführt. Bei Gleichgewichtsstörungen ist eine neurologische Untersuchung erforderlich. Auch Röntgenaufnahmen oder eine Computertomographie des Schädels können in manchen Fällen notwendig sein, um Aufschluss über den Ursprung der Symptome zu bekommen.

Verwenden sie niemals Ohrmedikamente ohne vorherige tierärztliche Untersuchung!

Vorbeugung

Man sollte stets auf einen guten Gesundheitszustand der Katzenohren achten. Wie die Reinigung der Ohren der Katze erfolgt, erfahren Sie bei Ihrem Tierarzt. Er versorgt Sie mit geeigneten Ohrreinigungsmitteln und medizinischen Spüllösungen. Das Ohr sollte nur mit Wattebausch, nicht mit Wattestäbchen (Verletzungsgefahr) gereinigt werden.

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