Katzenkrallen: Funktionen & Pflege

Wer schon mal die schmerzhafte Bekanntschaft mit Katzenkrallen gemacht hat, versteht sehr schnell, dass selbst die niedlichste Hauskatze ein effektives Werkzeug besitzt, welches ihr als Raubtier zur Verfügung gestellt wurde.

Ihre scharfen Krallen haben eine wichtige Funktion, um ihr das Überleben in der Natur zu sichern. Die Katze benutzt ihre Krallen als Waffe zum Jagen, als Verteidigungswerkzeug bei Revierkämpfen – oder um klar zu stellen, dass ihr etwas nicht behagt.

Krallenwetzen zur Reviermarkierung

Das Krallenwetzen dient auch zur Reviermarkierung, wodurch sie ihren Artgenossen signalisiert, dass das Territorium ihr gehört. Sie braucht ihre Krallen zum Klettern und Springen, um damit Halt und Gleichgewicht zu finden. Ohne ihre Krallen wäre es ihr nicht möglich, auf Bäume oder auf andere erhöhte Positionen zu klettern.

Die Katze besitzt an den Vorderpfoten jeweils fünf und an den Hinterpfoten jeweils vier Krallen. Sie sind sehr spitz und sichelförmig und in einer Hauttasche verborgen. Bei Bedarf kann die Katze ihre Krallen ein- oder ausfahren. Zum Schutz der Krallen z.B. beim Laufen, können diese in die Pfote eingezogen werden. Dadurch werden die Krallen geschont und bleiben scharf. Ein elastisches Band zieht die Krallen in die Pfote zurück. Eine Beugesehne an der Unterseite der Pfote kann bei Zug die Krallen ausfahren.

Hauskatze und ihre Katzenkrallen
Katzenkrallen sind ein echtes Multi-Funktions-Werkzeug (Bild: Pixabay)

Die Hornkrallen müssen ständig gewetzt werden. Sie bestehen aus Keratin und sind durch eine harte und eine weiche Schicht miteinander verbunden. Die äußere Hornschicht wird durchs Krallenwetzen abgestreift, wenn sie verbraucht ist. Die harte Schicht wächst schneller nach als die weiche, wodurch die Krallen sich nach unten biegen und eine sichelähnliche Form bekommen. Kratzt sich die Katze an einer rauen Oberfläche, löst sich die stumpf gewordene Oberschicht ab und eine neue Schicht mit einer spitzen Kralle kommt zum Vorschein.

Krallenpflege an Bäumen oder dem Mobiliar

In der Regel kümmern sich Katzen selbst um ihre Krallenpflege. Draußen in der Natur bieten sich ausreichend Möglichkeiten, die Krallen an Bäumen nachzuschärfen. Wenn ein Stubentiger keine andere Gelegenheit findet, wird er sich seine Krallen zwangsläufig auch am Mobiliar schärfen. Kratzbäume, Kratzmöbel und Kratzbretter, meist aus Sisal, wird die Katze gerne zur Pflege ihrer Vorderkrallen nutzen. Ihre Krallen an den Hinterpfoten schärft die Katze mit ihren Zähnen.

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