Ernährung Katzen

Worauf sollte man bei der Katzenernährung achten?

Eine vollwertige Versorgung mit der richtigen Nahrung ist für eine Freilandkatze, die vielleicht sogar auf einem Bauernhof lebt, bei reichlicher Beute kein Problem. Auf ihrem Speiseplan stehen vorwiegend kleine Wirbeltiere wie Mäuse, Vögel oder Kaninchen. Eine Mausmahlzeit enthält Frischfleisch, Ballaststoffe, Vitamine, Spurenelemente und pflanzliche Anteile im Magen des Beutetieres – alle wichtigen Nährstoffe, die eine Katze zur Gesunderhaltung braucht.

Eine gesunde Ernährung ist Voraussetzung für ein langes glückliches Katzenleben.
Katzen sind Fleischfresser/Kanivoren. Experten für Katzenernährung raten von einer rein vegetarischen oder sogar veganen Ernährung der Katze ab. Wer seiner Katze kein Fleisch füttern will (aus welchen Gründen auch immer), sollte von einer Katzenhaltung Abstand nehmen. Eine gesunde Ernährung sollte artgerecht, ausgewogen und abwechslungsreich sein.

Gesunde Ernährung für ein langes Katzenleben. (Bild: Pixabay)

Es gibt drei grundsätzlich unterschiedliche Fütterungsarten:

  • Barfen: Biologisch artgerechte Fütterung
    Die Fütterung besteht aus rohem Frischfleisch, Gemüse, Vitamine und Mineralstoffe. In den letzten Jahren hat diese Art der Fütterung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Es ist die gesündeste Katzenernährung, erfordert allerdings auch etwas Aufwand. Die Futtermenge nimmt mit steigendem Nährstoffgehalt des Futters ab, was beim Barfen der Fall ist.
  • Nassfutter: Enthält konserviertes Fleisch oder Fisch in Dosen, Beuteln oder Schalen, meist mit verschiedenen Gemüsesorten in Souce, Pate oder Gelee eingekocht und somit haltbar gemacht. Auf ein hochwertiges und abwechslungsreiches Nassfutter sollte Wert gelegt werden. Es kann als Alleinfuttermittel oder zum Mischen mit Trockenfutter verwendet werden. Die Inhaltsstoffe bestehen aus ca. 35 % Protein, 10 – 20 % Fett, Vitamine, Ballaststoffe und Mineralstoffe.
  • Trockenfutter: Getrocknetes und gepresste Pelets, meist mit einem hohem Getreide- und niedrigem Wasseranteil (8 – 10 %). Diese Futterart ist für den Halter die bequemste, aber nicht unbedingt die beliebteste bei der Katze. Das Futter ist lange haltbar, leicht portionierbar, einfach zu transportieren und zu lagern. Der Abrieb beim Trockenfutter ist gut für die Zähne. Trockenfutter im Napf zu belassen, führt bei manchen Katzen zu unregelmäßigem Essverhalten, was zu Übergewicht führen kann. Aber auch das ständige Bereitstehen von Futter kann dazu führen, dass die Katze den Appetit verliert und es zu Untergewicht kommen kann. Bei Trockenfutter ist es wichtig, immer eine Schüssel frisches Wasser zur Verfügung zu stellen, da bei dieser Art der Fütterung der Feuchtigkeitsgehalt zu niedrig ist.

Oft entscheidet der persönliche Geschmack der Katze. Durch Ausprobieren kann man herausfinden, was die Katze mag. Weitere Infos erhält man vom Züchter oder vom Tierheim, wenn man sich eine Tierheimkatze holt.
Die Unterschiede in der Qualität bezüglich Fleischsorten, Zutaten, Zubereitung und dem Preis ist hoch. Viele Produkte enthalten pflanzliche oder tierische Nebenerzeugnisse, die oft zu viele Füll- und Zusatzstoffe beinhalten, die langfristig bei der Entstehung von bestimmten Katzenkrankheiten beitragen können.

Energiebedarf der Katze

Ein weiteres Kriterium bei der Futterwahl ist der Energiebedarf der Katze pro Tag. Er richtet sich nach den Lebensumständen und individuellen Bedürfnissen der Katze wie Alter, Gewicht und Bewegung (Freigänger oder Stubentiger). Handelt es sich bei der Katze um einen Senior/in oder ein Kätzchen? Katzenkinder haben einen höheren Nährstoffbedarf und benötigen ein spezielles Kittenfutter. Senioren haben einen niedrigeren Nährstoffbedarf. Manchmal muss man bei der Fütterung auf chronische Krankheiten achten. Auch Katzen mit Futterunverträglichkeiten und chronischen Krankheiten benötigen spezielle Katzennahrung oder ein Diätfutter. Der Tierarzt kann dabei helfen, festzulegen, was die Katze für eine gesunde Ernährung braucht.

Die Futtermenge und –häufigkeit, kann man den Händlerempfehlungen auf den Futtermitteln entnehmen. Ideal ist mindestens zweimal, optimal dreimal am Tag. Beim Füttern ist es wichtig, eine Routine zu entwickeln und diese wenn möglich einzuhalten z.B.
1. Fütterung gleich nach dem Aufstehen
2. Fütterung wenn man von der Arbeit kommt
3. Fütterung kurz vor dem Zubettgehen.

Frisches Wasser sollte selbstverständlich immer zur Verfügung stehen.

Lebensmittel, die für die Katze ungesund oder sogar giftig sind:

  • Zwiebeln
  • Avocado
  • rohe Kartoffeln
  • rohes Schweinefleisch (Infizierung mit Aujeszky)
  • Hundefutter
  • herkömmliche Milch (verursacht Verdauungsprobleme)
  • Zimmerpflanzen

Katzengras ist das wichtigste Nahrungsergänzungsmittel für alle Katzenrassen.

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